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Standard


Für digitalen Rundfunk unterhalb von 30 MHz existiert Referenz der ITU (International Telecommunication Union). Das Digital Radio Mondiale - System, welches in den Bereichen Lang-, Mittel- sowie Kurzwelle einsetzbar ist, ist in der Referenz eingeschlossen , ebenso das System, das zurzeit auch für den UKW-Bereich des Radiowellen-Spektrums weiter ausgedehnt werden soll. Weltumspannend geht der Trend zur Einführung von DRM auf dem Gesetz entsprechender Ebene etc., zunehmend mehr Länder favorisieren es als angeratene Technologie, u.a. zählen hierzu Indien, Australien und Frankreich.

Ähnlich dem Ansatz von Digital Audio Broadcast (DAB) setzt DRM auf den konventionellen AM-Bereich von Lang-, Mittel- und Kurzwelle. Hier kann der Digital-Rundfunk die ehemalige Qualität der Übertragung, die durch Rauschen, Verzerrungen und Frequenzstörungen erheblich herabsetzt wurde, deutlich verbessern.

Tests haben gezeigt, dass UKW-Qualität in den erwähnten Rundfunkbereichen erreicht werden kann. Durchgeführte Testausstrahlungen unter Rücksichtnahme der verschiedenen Wellenausbreitung wie Raum- und Bodenwelle machen es deutlich. Das DRM-Radio ist in der Lage mit UKW Sendungen zu konkurrieren und ist für den mobilen und standörtlichen Empfang anwendbar. In den technischen Standards TS 201 980 hat European Telecommunications Standards Institute die Spezifikationen für das Digital Radio Mondiale herausgegeben.

Das Übertragungsverfahren von Digital Radio Mondiale heißt COFDM (coded orthogonal frequency division multiplex) und ist gekoppelt mit dem Fehlersicherungsverfahren und der Audiokompression Equal Error Protection. Bei dieser fiel die Entscheidung auf die MPEG4 AAC-Sprachkompression mt SBR. Bei Sprachübertragungen kommen MPEG-4 CELP oder Harmonic Vector Excitation zur Anwendung. Die vier möglichen Betriebsmodi bestimmen die Zahl der Trägersignale sowie die Symboldauer, in Abhängigkeit unterschiedlicher Ausbreitungszustände wird die Qualität der Übertragung bestimmt.

Außer Audiodaten können ferner digitale Daten übermittelt werden, die auf dazugehörigen Displays der Empfangsgeräte zusätzliche Infos zu dem Musiktitel und den Interpreten ausgeben. Auch ist es möglich andersartige Informationsdienste für Wetter- und Verkehrsinformationen, Wirtschafts- und Börsenachrichten oder aktuelle Nachrichten unter anderen zu integrieren. In der Regel sind nur geringe Investitionen für die Umrüstung notwendig, da DRM-Radio über die bereiten existierenden Sendeeinrichtungen ausgestrahlt werden kann. Ein neuer Empfänger wird empfangsseitig dennoch notwendig sein.  Die neuen DRM-Empfänger wurden auf der IFA - Austeilung vorgestellt, welche Jahr für Jahr in Berlin stattfindet.

Das DRM-Radio wurde bereits auf den UKW-Bereich bis Hundertzwanzig Megahertz ausgedehnt und hat die Bezeichnung DRM+. Mit dem im UKW-Rundfunk vorhandenen Kanalraster von Hundert Kilohertz werden Übertragungsraten von Hundertsechsundneunzig Kilobit pro Sekunde und Bandbreiten von Sechsundneunzig Kilohertz realisiert.



 

DRM-Info - Informationen zu dem digitalen Standard für Lang-, Mittel- und Kurzwelle  Manuel J. Zimmer Berlin   (mjz) Copyright